Glaube: Zuhause & Unterwegs

Museum im Ritterhaus Offenburg: „Kunst trifft Tradition. Zeitgenössische Werke im Dialog mit Glaube: zuhause & unterwegs“  
https://museum-offenburg.de/   Einladung zur Vernissage der Ausstellung „Glaube. Heute. Zeitgenössische Interpretationen“

Wann: Donnerstag, 12. November 2026 um 18 Uhr

Wo: Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10, 77652 Offenburg
  Ausstellungszeitraum: 13. November 2026 bis 10. Januar 2027

Begrüßung für die Stadt Offenburg und den Fachbereich Kultur: Dr. Valerie Schoenenberg (Museumsleitung)
Einführung zum Ausstellungsthema: Dr. Katharina Seifert, Referentin des Fachbereichs Kunst, Kultur, Kirche der Erzdiözese Freiburg.
Erläuterung der Kunstwerke: Maria Cristina Tangorra, bildende Künstlerin, Vorstandsmitglied der Gemeinschaft Christliche Künstler*innen in der Erzdiözese Freiburg.

Bei der Gebetsinstallation handelt es sich um 4 Stahlblech-Platten, in die jeweils ein Wort geschnitten ist und die den Gebets-Satz: „ALL YOU CAN CHANGE“ ergeben. Dabei wurde die Schablonen-Schriftart verwendet, die den Worten der Gebetstafeln den Charakter einer gesprühten Street-Art-Botschaft verleiht. Der Satz verweist in der Ausstellung „Glaube. Zu Hause und unterwegs“ unmittelbar auf die grundlegende Thematik der Ausstellung, nämlich die christliche Spiritualität im Glauben und im Gebet. Die Installation thematisiert „Beten“ im Wandel einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft in theologisch kontroverser Weise mit der Sprache der zeitgenössischen Kunst.

Das Wort Gottes wirkt in uns Menschen und durch uns Menschen. Christen und auch die Mitglieder*innen anderer Religionen richten seit Jahrtausenden und bis heute im Gebet das Wort direkt an Gott. Wie Gott dann aber antwortet, können wir nur mutmaßen und glauben. Mit der Frage nach der Theodizee (Gottesrechtfertigung) fällt ein Glaube an die Allmacht Gottes und Sein Wirken in dieser Welt schwer. Unter der Prämisse, dass Gott die Liebe ist, lässt sich Sein Handeln dann aber doch erklären: Die göttliche Liebe ist überall dort zugegen, wo im Dienst für Mitmenschen konkrete Hilfe, Solidarität und Menschenrechte vorbehaltlos und ohne Bedingung (unbedingt) gelebt werden. Gott interagiert nicht punktuell und magisch im Weltgeschehen, wohl aber handelt er durch Menschen.

Wenn wir also beten, so sprechen wir Gott direkt als Person, direkt im Gegenüber, an. Und wir sprechen Gott in uns Menschen selbst und in unseren Mitmenschen an. Die bittende, klagende und fordernde Gebetsinstallation adressiert mit dem „YOU“ Gott und alle Besucher*innen. ALL YOU CAN CHANGE: Wir können handeln!